Über uns

Hier möchten wir darstellen, wer wir sind, wie die Gruppe entstanden ist.

Wir wollen allgemeine Informationen geben.

 

WER SIND WIR ?

Wir haben viele Bezeichnungen erwogen und uns schließlich einhellig für "Russenkinder" entschieden.

Für uns ist das nicht abwertend, obwohl viele von uns mit dieser Benennung negative Erfahrungen verbinden.

"Du bist ein Russe" war im Westen noch mehr Schimpfwort als im Osten, "Russenbalg", "Russenbastard",

"Dein Vater ist ein Iwan" und Ähnliches haben manche offen durch das Umfeld zu hören bekommen oder weniger offen, von tuschelnden Familienmitgliedern aufgeschnappt.

 

 

WIR

sind eine Gruppe von Russenkindern, die 2013 an einer Studie der Uni Leipzig zur Thematik "Besatzungskinder" teilgenommen haben.

Der von vielen geäußerte Wunsch, sich kennenzulernen und in Erfahrungsaustausch zu treten, führte zur Gründung des Leipziger Netzwerkes "Russenkinder". Im Folgenden kurz " Leipziger Gruppe" genannt.

Der Findungsprozess wurde gefördert von den Psychologinnen PD Dr. Heide Glaesmer und Marie Kaiser (Universität Leipzig), die uns auch weiterhin unterstützend begleiten.

 

Im März 2014 trafen wir uns erstmalig zu einem Russenkindertreffen in Leipzig. Waren wir damals noch 9 Teilnehmer, so kamen zu unserem zweiten Treffen im März 2015 bereits 15 Russenkinder. Kontakte reichen zu weiteren Betroffenen innerhalb Deutschlands, in einem Fall sogar bis in die USA.

 

Nach unserem ersten Treffen wagten wir den Gang in die Öffentlichkeit. Die Bereitschaft und der Mut Einzelner, sich offen zu äußern und interessierte Medien zu nutzen, führte dazu, dass sich Menschen gleicher Herkunft unserer Gruppe angeschlossen haben, die nicht Teilnehmer an o.g. Studie waren.

 

Einige waren 2015 in Leipzig dabei.

 

Für weitere jährliche Treffen gibt es Zuspruch, Leipzig könnte für uns als Tagungsort Tradition werden.

 

 

 

Wir Mitglieder der Leipziger Gruppe haben uns entschlossen, nicht als Verein, sondern als offene Gruppe zu agieren und für alle Russenkinder offen zu sein, die mit uns Kontakt aufnehmen möchten.

 

 

 

Dazu möchten wir euch Russenkinder in Deutschland ermutigen.

 

Aus Forschungsergebnissen wissen wir, es soll Hunderttausende geben.

 

Manche haben noch nicht den Mut gefunden, aus dem Schatten zu treten.

Titel: "Schattenkinder" Knut Weise Breda NL