Lesungen

Seit Erscheinen des Buches erhielten wir eine ungeahnte Resonanz zu unserem Buch.Das Interesse und die Bereitschaft von Bibliotheken, Volkshochschulen, Vereinen und Interessengruppen, uns einzuladen, hält an.

In Lesungen, Vorträgen und Gesprächkreisen konnten wir zum Thema Besatzungskinder sprechen, unser Buch vorstellen und mit den Menschen ins Gespräch kommen.

Das Thema Besatzungskinder bleibt weltweit aktuell. Zu uns 'Russenkindern', dem unterschiedlichen Umgang mit uns in der früheren BRD und in der DDR bedarf es der weiteren Aufklärung. Es ist noch nicht alles gesagt.

Und denen, die noch schweigen, sich noch immer scheuen offen darüber zu sprechen oder gar Scham empfinden, wollen wir helfen sich zu öffnen und Mut machen.

Diese Seite ist im Aufbau. Es sollen chronologisch unsere Lesungen aufgestellt werden, nicht jedoch unsere Teilnahme an Radio- und TV Beiträgen. Auch wenn wir bei Tagungen mit Material zitiert wurden wie zB in Hannover, Köln, Lindau, Birmingham, Ottawa, Sidney -so ist das hier nicht dargestellt.

 

 

Stadtbibliothek Görlitz 16. Juni 2017 und 20. Juni 2017

 

Die Lesung zu unserem Buch in der Stadtbibliothek Görlitz hatten wir unter Termine angekündigt.

Nun ein Bericht dazu.

 

Wieder machten wir die Erfahrung, wie bereits oft, dass uns auf Anfrage bei Bibliotheken, Vereinen oder anderen Interessengruppen Bereitschaft und Interesse zu unserem Thema entgegengebracht wird. Wir danken an dieser Stelle der Stadtbibliothek Görlitz für die Ankündigung im Amtsblatt, dem Veranstaltungskalender der Stadt Görlitz und im Veranstaltungsflyer der Bibliothek.

 

Die gleiche Unterstützung hatten wir bereits im April von der Stadtbibliothek in Leipzig erfahren.

 

Bereits im vergangenen Jahr vereinbarten wir mit der Stadtbibliothek Görlitz die Termine für zwei Veranstaltungen zum Thema „Besatzungskinder – Geschenke der Alliierten“.

 

Und wir wagten es, außer der öffentlichen Lesung im Galerie Cafe eine Veranstaltung für Schüler anzubieten. Die Verantwortliche für Schülerveranstaltungen in der Bibliothek zeigte sich sofort offen. Drei Klassen, der Klassenstufe 10 und 11 eines Görlitzer Gymnasiums kamen am 16. Juni. Das war natürlich eine Herausforderung. Würden wir die Schüler mit unserem Thema ansprechen oder langweilen? Schließlich war es eine Schulveranstaltung.Wir sahen uns dann 65 jungen Menschen von 16 und 17 Jahren gegenüber, die anstatt des Deutschunterrichtes einen Pflichtbesuch in der Bibliothek absolvierten zu einem Thema und zu einer Zeit, zu der sie keinen persönlichen Bezug haben.Wir wollten keinen Geschichtsunterricht ersetzen. Der Zweite Weltkrieg ist gerade Lehrstoff. Die Schüler waren emotional darauf eingestellt. Sie hatten kürzlich Weimar und das ehemalige KZ Buchenwald besucht. Die Lehrerin hatte unser Buch gelesen und die Schüler waren auf das Thema eingestimmt - und auf uns: Zwei Zeitzeugen.

In einem Zeitrahmen von 90 min stellten wir einige einführende Gedanken voran, sprachen über uns persönlich und über Andere gleicher Herkunft, über unsere und deren Erfahrungen als 'Russenkinder'. Wir beachteten die unterschiedlichen Geburtenjahrgänge von Kindern, die vor Kriegsende in Lagern gezeugt wurden, Kinder aus Vergewaltigungen mit erlebter Flucht und Vertreibung, Kinder aus Liebesbeziehungen deutscher Frauen mit den Angehörigen der Alliierten, und Kinder die nach der Befreiung durch Besatzungsunrecht in Gefängnissen gezeugt und geboren wurden. Auch der Umgang der Besatzungsmächte und speziell der Umgang der beiden deutschen Staaten mit diesen Kindern spielte eine Rolle. Wie wir uns als Russenkinder fanden und uns entschlossen hatten in einem Buch unsere Herkunftsgeschichten aufzuschreiben.

Aber auch über ganz persönlichen Erfahrungen von Ausgrenzung, Beschimpfungen in der Kindheit - heute nennt man das Mobbing (manche der Jugendlichen kennen diese Erfahrung), sprachen wir. Ebenso über das elementare Bedürfnis des Menschen nach Anerkennung, Bestätigung, dem Dazugehören in Familie, Klasse, Freundeskreis. Heute machen Kinder diese Erfahrung, wenn sie in Patchwork Familien leben.

Wir trafen auf stille Zuhörer, auf Aufmerksamkeit und bei Einzelnen auf emotionales Mitgehen.

Den Applaus, den uns diese 65 jungen Menschen entgegen brachten, hatten wir so nicht erwartet. Wir waren berührt. Und sind es nachhaltig immer noch. Es gab auch Gespräche danach. Ein Schüler, bezogen auf persönliche Erlebnisse von Gunter, sprach aus, dass es ihm Mut mache, zu sehen, wie selbstbewusst wir heute auftreten. Er sei sehr schüchtern und habe wenig Selbstvertrauen, vor anderen zu sprechen.

 

Diese Veranstaltung macht Mut, sich auch in unserer Frage jungen Menschen zuzuwenden. Sie sind erwachsener als wir es ihnen zutrauen, sie sind emotional ansprechbar und respektvoll.

 

Bisher kamen die Teilnehmer zu unseren Veranstaltungen freiwillig, meist Menschen unserer Generation mit Bezug zu dieser Zeit, den Geschehnissen und eigenen Erfahrungen.

Oft mit anschließenden bewegenden persönlichen Gesprächen.

 

So war es auch am 20. Juni zur öffentlichen Lesung im kleineren Kreis.

Es waren auch Teilnehmer jüngerer Jahrgänge gekommen. Eine offene Gesprächsrunde schloss sich an.

Und wie so oft lernten wir ein „Russenkind“ kennen. Die Frau, eine Görlitzerin, kämpfte während der Veranstaltung mit den Tränen. Sie hatte das Bild ihres russischen Vaters dabei und die zweite Ausgabe unseres Distelblüten Buches, die sie sich über den Buchhandel besorgt hatte. Sie war glücklich über diese Lesung in Görlitz und wünscht sich einmal bei unserem Treffen dabei sein zu können. Für uns war das einer der bewegenden Momente, wie wir sie immer wieder erleben, wenn wir mit Menschen ins Gespräch kommen.

 

In beiden Veranstaltungen kamen das Video zu Anton „Eigentlich“ und das Lied über die Geschichte von Michel-A. „der Bankert“ zum Einsatz.

 

Es gibt noch Gesprächsbedarf.

Es lohnt sich weiter Lesungen, Vorträge, Gespräche und Buchvorstellungen anzubieten.

 

Birgrit und Gunter

Juni 2017

 

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10. Mai 2017

Delmenhorst

Männerkreis der Gemeinde 12 Apostel

 

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21.April 2017

Leipzig, Stadtbibliothek

Mit sechs Autoren und Aufzeichnung für Deutschlandradio

mehr..

 

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6. April 2017

Delmenhorst in der Galerie Berger

Winfried

Wenn ich über die Distelblüten öffentlich spreche, so bin ich immer wieder erstaunt, wie ausführlich ein vorausgehendes Pressegespräch verläuft.

Aus einem geplanten 10-Minuten Gespräch wird dann leicht eine Stunde und statt eines Fünfzeiler zur Ankündigung wird ein längerer Artikel.

 

Beispiele zur Lesung vom 6. April 2017

 

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In 2015 und 2016:

Öffentliche Lesungen / Vorträge

 

14. Nov. 2016

Neugersdorf,

Verein Lebens(t)räume e.v.

Birgrit

 

12. April 2016

Frauenkreis der Gemeinde 12 Apostel Delmenhorst

Winfried

 

 

04.Jan.2016

Löbau, Stadtbibliothek, Literaturcafe

Birgrit

 

2015/16

mehrere Vorträge - Gespräche im

Montag Club Bonn und im "Salon"

Marianne

 

Vorträge bei der Sänger Vereinigung Mindelheim,

bei den Maltesern, Mindelheim,

beim Schützenverein Egelhofen,

beim AMC Mindelheim

Peter

 

16.Nov. 2015

Ostritz, Caritas-Pflegerheim

St. Antonius Stift

Gunter, Birgrit

 

31.Okt. 2015

Berlin, Tagung Born of War int.

Winfried, Birgrit

 

10.Aug. 2015

Rehaklinik Bergießhübel

Birgrit

 

 

15. Juli 2015

Delmenhorst

Frau und Kultur

Winfried

 

 

28.Juni 2015

Eckartsberg, Heimatmuseum,

Birgrit

 

21.April 2015

Hirschfelde - Landfrauenverband

Gunter, Birgrit

 

16. April 2015

Großhennersdorf, Alte Bäckerei, Kinosaal

Gunter, Birgrit

 

 

24. März 2015

Zittau/Löbau Christian Weise Bibliothek im Salzhaus Zittau

Themenabend der VHS

Winfried, Gunter, Birgrit

Mit einem Vorlauf von einigen Stunden hate sich ein TV Team des MDR angesagt. Es folgte ein Beitrag von AKTUELL mit ca 15 Minuten Sendezeit

Winfried, Gunter, Birgrit

 

 

4.Februar 2015

Ganderkesee Volkshochschule

Erster öffentlicher Vortrag zu

"Kindern des Feindes"

mit einer Presseankündigung, die außergewöhnlich umfangreich war.

Winfried