Gedenken 22. Juni

Sag mir wo die Blumen sind ... heute in Zittau am 22. Juni 2016

 

75 Jahre

Angriff auf die Sowjetunion

Eine rote Rose für unsere Väter,

eine weiße Rose für alle, die in diesem grausamen Krieg geopfert wurden

und an den Folgen litten oder noch leiden, auch in unseren deutschen Familien.

Das sowjetische Ehrenmal auf dem Klienebergerplatz.

Den Toten zur Ehre

den Lebenden zur Lehre

Ein einzelner Strauß und der Schatten einer einzelnen Frau, die

einige Minuten im Gedenken innehält.

 

Sag mir wo die Blumen sind .....

Die Gedenkstätte für den sowjetischen Soldaten auf dem Zittauer Friedhof.

 

Es gibt dort auch zwei Reihen Gräber von sowjetischen Kriegsgefangenen

teilweise mit Namen.

"Gedenken in Fürstenberg zum 75. Jahrestag des Überfalls von Hitlerdeutschland auf die Sowjetunion"

 

Der Tod von Angehörigen und Bekannten berührt uns sehr und wir trauern quasi ein Leben lang.

Im Krieg gegen die Sowjetunion (22.06.1941 -08.05.1945) verloren 27 Mio. Sowjetmenschen ihr Leben.

Doch wer denkt heute noch an sie ? Die Welt ist heute mehr denn je bereit, sich in neue Kriege zu stürzen – auch in Europa. Wo ist die einstige Friedensbewegung aus den 70er-Jahren geblieben?.. Wo sind die heutigen Mahner, zu denen früher auch angesehene Politiker dieses Landes gehörten? Nie zu vergessen - Willy Brandt und sein Kniefall. Das ist 45 Jahre her.

 

Eine aus dieser Zeit aufgehobene Friedensfahne war am 22.Juni 2016 mit dabei, als einige Fürstenberger anläßlich des 75. Jahrestages des Angriffs auf die Sowjetunion („Unternehmen Barbarossa“) am Sowjetischen Ehrenmal in Fürstenberg in der Bahnhofstraße an diese unvorstellbare Anzahl von Opfern aus EINEM Land gedachten – an all die Männer, Frauen und Kinder unterschiedlichster Nationalitäten, von Nazi-Deutschland bekämpft als die lebensunwerten „Untermenschen“, wie auch die jüdischen Opfer in diesem Krieg.

 

Der Stadt Fürstenberg stünde es gut zu Gesicht, sich mehr ihres historischen Erbes bewußt zu sein und neben dem Gedenken der KZ-Opfer, Ende April eines jeden Jahres, auch der sowjetischen Kriegsopfer zu gedenken - denn es waren die sowjetischen Alliierten, die das KZ Ravensbrück befreiten.

 

Wir in Fürstenberg haben ein sowjetisches Denkmal und können jedes Jahr der 27 Millionen sowjetischen Kriegsopfer angemessen gedenken. Deshalb wünschen wir uns, daß unsere Stadtväter und der Bürgermeister zum Gedenken am 22. Juni 2017 (und Folgejahre) einen Kranz niederlegen.

 

Waltraut Meinow