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Gästebucheintrag:

 

9. Mai 2017

Marsch des Unsterblichen Regiments

Über Olga Pavlenko, Vizerektorin an der RGGU, wo voriges Jahr mein Buch „Befreiungskind“ auf Russisch „Я найду тебя, отец» vorgestellt wurde, bekam ich eine Einladung, am 9. Mai in Moskau am Marsch des „Unsterblichen Regiments“ (Бессмертный полк). Völlig überraschend und ganz kurzfristig. Ich darf auch eine 2. Person aus unserer Gruppe mitnehmen. Alles musste sehr schnell gehen. Die offizielle Einladung des Organisationskomitees bekamen wir in letzter Minute, um noch den Visumantrag beim russischen Konsulat in Wien einzureichen.

Wir fliegen am 8. Mai nach Moskau, am 9. Mai nehmen wir am Marsch gegen das Vergessen teil und am 10. Mai ist unser Rückflug.

Diese Einladung ist eine große Ehre und Auszeichnung, nicht nur für mich und mein Buch, sondern auch allgemein für unser Thema „Befreiungskinder“. Es bedeutet die offizielle Anerkennung von uns Kindern mit sowjetischen Vätern.

Ich werde danach noch berichten und hoffentlich ein paar Fotos schicken können.

Eure Eleonore aus Wien.

 

 

25. April 2017

Ich wollte Ihnen nur sagen, wie mich die Lesung gestern (21.4.17) in der Leipziger Stadtbibliothek berührt und bewegt hat. In meiner Familie gibt es auch ein "Kind ohne Vater - Jahrgang 48". Die Mutter war bis zu ihrem Tod nie zu bewegen, etwas über den Vater zu sagen, was ihr sehr übel genommen wurde. Gestern hörte ich in den Lesungen, dass so gut wie keine der Mütter darüber sprechen konnten ... und ich habe es etwas mehr verstehen können. Leider musste ich die Veranstaltung eher verlassen, aber das Buch werde ich mir kaufen, ich nehme an, man kann es auch über den Buchhandel beziehen. Herzliche Grüße und Ihnen allen weiterhin Gutes! CK

 

 

8. April 2017

Liebe Distelblütenschwestern und -brüder,

 

mit großem Interesse habe ich eben die neuen Beiträge von Eleonore, Yi-Chuang und Ursula aus den U.S.A. gelesen.

 

Ich freue mich, dass die Veranstaltung in New York so erfolgreich verlaufen ist. Besonders freut es mich, dass auch unsere englischsprachigen Leser, hier Yi-Chuang, so interessiert teilnehmen und nun auch Ursula, ein Berliner-1944-Kriegskind, aus dem Staat Washington, uns gefunden hat.

 

Da Eleonore die jüdisch-russischen Emigranten aus der früheren Sowjetunion erwähnte, möchte ich hier nur einen Buchhinweis geben, der vielleicht für unseren Kreis auf beiden Seiten des Atlantik von Interesse ist.

 

Ich lese z.Z. das deutschsprachige Bastei Lübbe Taschenbuch Band 27144, OPERATION ROMANOW, geschrieben von GLENN MEADE, Copyright 2016 by Bastei Lübbe AG, Köln, ISBN 978-3-404-27144-3.

Das englische Original hat den Titel THE ROMANOV CONSPIRACY, written by Glenn Meade, Howard Books, a Division of Simon & Schuster Inc., London, Copyright 2012.

 

Das ist ein packender Roman aus der Zeit nach dem 1. Weltkrieg und der russischen Revolution, also nicht unbedingt aus unserer eigenen betroffenen Zeit als Russenkinder des 2. Weltkriegs, doch sicherlich zum Verständnis der Vorgeschichte unserer Väter/Erzeuger. Vielleicht ist dies für unseren Kreis auch von Interesse?

 

Mit den besten Grüßen/With warm regards!

Uli

...

Let me continue in English for our non-german speaker.

I am reading right now the German translation of the book THE ROMANOV CONSPIRACY, original written in English by Glenn Meade, details in bold above.

A very interesting book about the time after World War I/Russian Revolution. Actually not the time we are directly concerned, but out of the historical background of our fathers. You might be interested as well.

 

10. März 2017 zum Befreiungskind

Bei mir ist es gleich wieder losgegangen, kaum von New York zurück. Viel Administratives, die Enkelkinder, der Alltag. Aber das ist ja bei fast allen Pensionisten so. Ich erzähle Euch lieber von New York, es war ein sehr schönes Erlebnis!

Die Präsentation fand in sehr schönem Rahmen statt (das russische Souvenirgeschäft in der 5th Ave „St. Petersburg Global Trade House“ ist wie ein Bilderbuch!). Auch mit Englisch ging es besser als gedacht, die Atmosphäre war entspannt und gemütlich, die Besucher sehr interessiert. Ich habe sogar den einen oder anderen Tipp bekommen, was ich noch unternehmen könnte. Die Leute haben richtig mitgetan. Einige waren selbst Betroffene, die ihre Verwandten gesucht haben oder noch suchen. Keine „Befreiungskinder“, aber jüdisch-russische Emigranten aus der früheren Sowjetunion. Das alles verdanke ich Regina Khikedel vom Russisch-Amerikanischen Kulturzentrum.

Die restlichen Tage verbrachte ich sehr glücklich mit meiner jüngsten Tochter Seraphine, die aus Montreal gekommen ist. Auch Renate, die in Florida wohnt, ist angereist und hat im gleichen Hotel gewohnt.

Herzliche Grüße,

Eleonore

 

10. März 2017 zum Buch Distelbüten - Englische Fassung "Winfried"

I was crying a lot when I read the letter. There were many images from the words, which were like scenes of films I've watched about the life after WWll. The images were grey blue, full of sadness, and depression. I just got up and read the letter. I couldn't finish it at first because if I kept on reading, I would have red eyes to work. I had to read it whole when I came home from work.

 

It's a sincere and sad story. From the words, I could see there is a hope and light behind the sadness, and I also feel there is passion for life hidden in the words. As I read, I was eager to read more stories afterward. How did the boy grow up? How did he fall in love with his wife? and how did he feel when he became a son's father? And how was the relation between he and his mother afterward? Has he gotten to Russia? How was the life after Germany united? I was curious the story behind when I read the words.

Yi-Chuan 一娟

 

 

 

3. Februar 2017

Hallo,

Vielen Dank für Ihre email und Ihr großzügiges Angebot, das Buch ohne Portozuschlag zu schicken. Inzwischen konnte ich Ihr Buch von Herrn Moeller über den con-thor Verlag bestellen. Zwar mit Portozuschlag, aber das ist ok. Ich erwarte Ihr Buch mit grossem Interesse.

Das Thema Ihres Buches interessiert mich, weil ich selbst ein Kriegskind bin. Ich wurde 1944 bei einem Bombenangriff in Berlin geboren. (Lebe seit 51 Jahren in Amerika).

Ich habe mich mein ganzes Leben über mit der Nazizeit und diesem fürchterlichen Krieg beschäftigt und jetzt gerade in meinem Alter wieder kommen mir diese Zeiten nicht aus dem Sinn. Es ist bekannt, dass besonders in den Ostgebieten und in Berlin zehntausende von hilflosen Deutschen Frauen und Mädchen Opfer der Rache Russischer Soldaten wurden. Auch Mitglieder meiner Familie waren davon betroffen, aber es wurde nie darüber gesprochen. Ich habe oft darüber nachgedacht, was aus den "Russenkindern" und ihren Müttern wurde, wie die Mütter seelisch überlebt haben, und wie die Kinder damit fertig wurden.

Als ich auf dem internet nach Artikeln darüber suchte, fand ich Ihr Buch.Ich danke Ihnen dafür, dass Sie den Mut hatten, über Ihr eigenes Schicksal und damit das von tausenden anderen Deutschen Ihres Alters zu sprechen.

Vielen Dank für Ihr Angebot Fragen zu beantworten. Ich werde Ihr Buch lesen, und dann Fragen stellen.

Viele liebe Grüße von

Ursula im Staate Washington, USA

 

 

25. Januar 2017

 

Sersté Nastassia <nastassia.serste1@etu.univ-rouen.fr>

Dear Mrs Granum and all members of the Bow i.n.

Thank you for your wonderful website. Let me introduce myself. Involved in a European research project in History at the University of Rouen (France) about Vietnamese Amerasians who came to Europe and whose father was an American soldier during the Vietnam War (1955-1975) and whose mother is Vietnamese, I write to you today regarding my archival work. Please, don’t hesitate to share or forward my message to someone in particular or institution could be interesting for my research. I have two questions.

 

First of all, I would like to know if you know any archives or information concerning these mixed-race children in Europe. This topic includes:

- Vietnamese Amerasians in general

- The European aid to the Vietnamese Amerasians

- Vietnamese Amerasians who came to Europe (Operation Babylift, Boat People, Adoption, Refugees, Asylum seekers…)

- Vietnamese Amerasians adopted in Europe.

- The adoptive parents of these mixed-race children in Europe

- The biological parents of these mixed-race children

 

Secondly, may I ask you if you know Vietnamese Amerasians living in Europe today? Or if you know any support organisation for the Babylift to Europe or for Vietnamese Amerasians living in Europe ?

 

Thank you in advance for the time you will devote to my requests.

 

Kind Regards,

Nastassia Serste (Chibow Project)

Researcher

 

 

10. Januar 2017

Ich möchte Euch nochmals zum Jahresbeginn alles Gute wünschen, Gesundheit und viele große und kleine Freuden.

Wir sind derzeit wieder einmal auf der Spur eines russischen Vaters, bzw. einer Familie. Wir sind schon fast sicher, dass er es ist, auch gibt es schon Verwandte, die sich gemeldet haben, aber nur Enkelkinder des Bruders, keine direkten Nachkommen. Wir suchen weiter.

Und noch eine gute Nachricht: Gestern bekam ich den link für die Ankündigung der Buchpräsentation in New York.

http://russianamericanculture.com/events/literary-events/eleonore-dupuis-liberation-child

Schaut bitte einmal hinein. Und vielleicht könnt Ihr den link auch auf Eure Homepage stellen, wenn Ihr das für gut hält. Vielleicht hilft es ja, die Russisch-Amerikanischen Beziehungen ein ganz klein wenig zu bessern.

Vor einem Jahr hätte ich das nicht einmal zu träumen gewagt! Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich mein bescheidenes Buch im Big Apple vorstellen darf! Ich bin begeistert.

Die Leiterin des Russian-American Cultural Centers hat die Ankündigung recht gut gestaltet, finde ich. Sie hat praktisch das ganze Material, das ich ihr so nach und nach in den letzten Monaten geschickt habe, verwendet. Jetzt hoffe ich nur noch auf Publikum dort!

Liebe Grüße und nochmals Alles Gute für’s neue Jahr!

Eleonore

 

 

Winfried

 

 

 

 

Die früheren Einträge sind bei Gäste 2015 zu finden und Gäste 2016.