Literatur

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Mein Leutnant

Roman von Daniil Granin, Vorwort Helmut Schmidt

Aufbau Verlag ISBN 978-3-351-03591-4

 

Helmut Schmidt stand auf deutscher Seite, Daniil auf der russischen Seite vor Leningrad. Die Darstellung der Nöte, Gräuel, Entbehrungen, Schicksale auf der Seite der Roten Armee ist mehr als beeindruckend und hat bei mir viel neues Verständnis geweckt.

Lesenswert, wenn auch nicht seichte Feierabendliteratur.

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Von einem Krieg der endete, aber nicht verging

 

Monika Benndorf, Kind einer holländischen Mutter und eines deutschen Soldaten, erzählt in ihrem Buch von ihrem Kampf sich als Kind von einem deutschen Soldaten zu akzeptieren und von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Dieses beeindruckende Buch wird bei vielen Menschen, die diesen Aspekt der Geschichte nicht kennen, zu großer Verwunderung führen.

 

Texte in Deutsch und Niederländisch

 

ISBN 978-3-944146-39-3

 

Deckenband, Fadenheftung, 16,5 x 24 cm, 64 Seiten, mit DVD

 

mehr Info über den Verlag

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Distelblüten - Russenkinder in Deutschland

 

Das ist unser eigenes Buch, das hier ja nicht fehlen darf

 

Ausführliche Information

Psychologie Heute, Beltz Verlag, Heft Januar 2016 Seite 44 ff

Kinder des Feindes, eine Zusammenfassung von Ebba Drolshagen

 

LEBEN AUF DEN TRÜMMERN DES SOZIALISMUS, SURKAMP-VERLAG,

geschrieben von Swetlana Alexijewitsch, die 2015 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Die Autorin erhielt dafür ebenso 1998 den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und 2013 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Die Vorstellung dieses Buches lautet: “Geboren in der UdSSR - das ist eine Diagnose.” Wer das Russland von heute verstehen will, muss dieses Buch lesen. Swetlana Alexijewitsch formt aus den erschütternden Erfahrungen von Menschen die zwischen Neuanfang und Nostalgie schwanken, den Lebensroman einer noch nicht vergangenen Epoche.”

 

In diesem sehr lesenswerten Buch wird u.a. auf Seite 235 von einem Soldaten der Roten Armee im 2. Weltkrieg berichtet, der folgende Aussage macht: “Es gab keine Deutsche zwischen zehn und achtzig, die wir nicht gefickt hätten! Alle, die dort 1946 geboren wurden, sind “russisches Volk.”

“Der Krieg rechtfertigt alles … ja, das hat er …”

 

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Ute Baur-Timmerbrink

Wir Besatzungskinder

Christoph Links Verlag ISBN 978-3-86153-819-6

März 2015

Ute Baur-Timmerbrink erfuhr erst mit 52 Jahren, dass ihr Vater

ein amerikanischer Soldat war.

Neben ihrer eigenen Suche hat sie ca. 200 Menschen bei der

Vatersuche unterstützt und Familienzusammenführungen begleitet.

Im Buch gibt sie Hinweise für Suchende auf Anlaufstellen.

 

Im Mittelpunkt ihres Buches stehen Portraits von zwölf

Besatzungskindern aus Deutschland und Österreich.

Besonders empfehlenswert ist das Buch wegen der informativen

Begleittexte von Prof. Sabine Lee, Universität Birmigham und

PD Dr. Heide Glaesmer, Universität Leipzig.

 

Sabine Lee beschreibt die Situation der Besatzer, Besetzte und

Besatzungskinder in Deutschland und Österreich 1945 - 1955.

 

Heide Glaesmer berichtet über Besatzungskinder in Deutschland aus psychosozialer Sicht. Auf dem Umschlagbild ist das Russenkind Marlis R. abgebildet.

DAS STALIN EPIGRAM von Robert Littell, Fischer Taschenbuch Verlag,

 

“Russland in dunkelster Zeit - und ein Dichter bietet Stalin die Stirn - Moskau 1934: Millionen von Bauern verhungern, während Stalins Schergen die Städte durchkämmen und willkürlich Regimegegner verhaften. Auch der berühmte und angesehene Dichter Ossip Mandelstam ist in Ungnade gefallen. Dennoch beginnt er mit der Niederschrift eines großen Gedichtes, mit dem er das Volk aufrütteln will: das Stalin-Epigramm. Seine Frau Nadeschda und seine junge Geliebte, die betörend schöne Schauspielerin Zinaida, bangen um sein Leben. Denn jeder einzelne der sechzehn Verse kann für ihn den Tod bedeuten. “Ein erschütterndes, ein spannendes Buch.” NDR

 

Auch dieses Buch ist lesenswert und beschreibt die Zustände in der damaligen UdSSR vor dem 2. Weltkrieg, also in der STALIN-ZEIT, die dann zum in der Sowjetunion zum sogenannten Großen Vaterländischen Krieg mit dem Deutschen Reich führte.

 

Befreiungskind

von Eleonore Dupuis

 

Am 26.4.2016 wurde die russische Übersetzung in Moskau vorgestellt. Im Vorfeld:

Info dazu hier.

 

Inhaltliches zum Buch direkt vom Verlag.

 

 

Bericht zur Buchpräsentation in Moskau

Ich möchte Euch noch auf ein Buch aufmerksam machen:

Marianne Müller-Brettel: Mein Freund zieht in den Krieg

Ein Streitgespräch über Kriege und die Schwierigkeit, sie abzuschaffen.

Stadthaus-Verlag 2013

 

Andreas Buro schreibt in seinem Vorwort auf die Frage, woran zu arbeiten sei, "...gesellschaftliche Lernprozesse so voranzubringen, dass Sicherheit und Gewalt im Unterbewusstsein nicht mehr automatisch zusammengefügt werden und damit gewaltfreien, zivilen Alternativen Raum gelassen würde."

Die Lektüre ist nicht anstrengungsfrei, wird aber belohnt durch Erkenntnisse über selbstverständlich verbreitete Glaubenssätze über Kriege und Frieden, das Wesen von Aggression und Verteidigungsnotwendigkeit. Lohnt sich!

Quellenlink.

 

Marianne