Ottawa 2018

Université d'Ottawa / University of Ottawa

 

International Workshop organized by the Central and Eastern European Studies Research Group in collaboration with the Studies in Migration Research Group*

21st Century Reflections on Sexual Violence in Wars, its Transgenerational and Transnational Impact

 

 

 

Rechts das Poster zur Eröffnungsveranstaltung.

 

Unten das Tagungsprogramm und darunter ein Bericht zur Tagung.

 

Zur Premiere des Theaterstückes

"Cheers to Sarajevo"

ist hier ein Auszug der Begrüßungsreden zu sehen und zum download fertig..

(Video der Ansprachen)

Nun ist die wunderbare Zeit in Ottawa auch schon wieder Geschichte. Es wird noch ein wenig dauern, bis ausführlich berichtet werden kann.

Höhepunkte waren auf jeden Fall das Theaterstück am Eröffnungstag. (Ein Video ist in Arbeit) Die gezeigten Filme haben mir die Sprache verschlagen.

Im Zusammentreffen mit Historikern wurde der Wunsch nach weiteren Zeitzeugenberichten deutlich. In den vielen Kriegsmuseen dieser Welt ist von Bomben, gefallenen Helden und Waffen die Rede. Es ist an der Zeit, dass auch die Frauen und Kinder des Krieges eine Stimme finden.

So etwas wie Vergewaltigungslager im Bosnienkrieg darf es nicht wieder geben.

 

Der Artikel unten ist mein Beitrag für die Distelblüten, so wie gesprochen.

 

Renate hat den weiten Weg vom warmen Florida ins sehr frische, kalte Ottawa auf sich genommen und hat dabei unendlich viele Stunden im Greyhoundbus gesessen.

 

Renate und Winfried im Schnee.

März 2018

Meine Reise nach Ottawa – Kanada, zwecks Teilnahme an der Universität Ottawa – in Ottawa - zu dem Workshop Gewalt an Frauen

 

(Die komplette Info dazuist ja oben zu finden)

 

Ich habe mir lange überlegt, ob ich diese Reise nach Ottawa antreten sollte oder nicht, weil ich grundsätzlich nur fliege, wenn es keine andere Möglichkeit gibt und daher mit dem Greyhoundbus reise und das ist immer sehr aufregend, da der Bus nie pünktlich am Ziel ankommt weil es zu Dauerverspätungen kommt. Aber der Trip nach Ottawa war die einzige Moeglichkeit Winfried und seine Frau endlich persönlich kennenzulernen und als ich mich endlich entschlossen hatte, konnte mich nichts mehr halten.

 

Die Reise ging los in Tallahassee – der Hauptstadt von Florida, ich wohne ca. 60 Meilen entfernt. Es war wie immer eine interessante Reise, vor allen Dingen an der Grenze nach Kanada (Detroit), wo der Einwanderungsbeamte mich anbrüllte was ich in Kanada will, ich zeigte ihm den Prospekt von der Uni Ottawa und dann wünschte er mir genauso brüllend einen schönen Aufenthalt. Nun war ich endlich in Kanada und kam dann mit Verspätung in Ottawa an, ich nahm ein Taxi zum Bed and Breakfast Inn, wo auch Winfried wohnte und gleich früh am morgen machten wir uns bekannt und es war supertoll beide Behlaus endlich kennenzulernen. Danach hatten wir ein tolles Frühstück zusammen und dann ging es in die Uni.

 

Den genauen Ablauf von dem Workshop könnt ihr ja auf unserer Website nachlesen, so beschränke ich mich auf meinen persönlichen Eindruck. Also, es war schon erstaunlich für mich, dass man an der Uni Ottawa sich für uns Russenkinder interessierte – und auch das andere Thema, wo es sich um die misshandelten Frauen von Bosnien Herzegowina handelte. Es gab an zwei Abenden Filme zu diesem Thema zu sehen, die mir sehr unter die Haut gingen. Dann war ich auch sehr überwältigt von der Sprecherin Lelja Damon die uns ihre Geschichte vorgetragen hat wie sie ihre leibliche Mutter nach jahrelanger Suche gefunden hat. Winfried war der absolute Superstar mit seinem Vortrag, sehr interessant waren dann auch die Diskusionen nach den Vorträgen der Sprecher. Für diesen Workshop muss man sich bei Agatha Schwartz bedanken, denn ohne sie hätte dieser nie stattgefunden.

 

Beim Workshop waren einige Mitglieder von der deutschen Botschaft in Ottawa anwesend und wir wurden zum Essen eingeladen am nächsten Tag, beim Italiener, war sehr schön.

 

Ansonsten war es für mich zu kalt in Kanada, bis zu 30 Grad unter Null, ich hatte nicht das passende Schuhwerk dabei weil ich ja in den Tropen wohne und musste mir daher teure Alpinstiefel kaufen wo ich hier absolut nicht brauche. Die Tage mit Winfried und Frau waren sehr schön, wir haben einiges zusammen unternommen. Am letzten Abend hat uns Agatha Schwartz zum Essen in - “Das Lokal “- eingeladen, deutsches Essen, das war der krönende Abschluss.

 

Leider war der Aufenthalt in Ottawa viel zu schnell vorbei, die Heimreise war dann noch viel länger mit 15 Stunden Verspätung.

 

Renate B. Florida USA