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Alle Einträge der Jahre 2015 bis 2022 sind im Archiv des Gästebuches zu lesen.

15. August 2026                          Kann jemand einen Hinweis geben?  Foto auf der Seite Aktuell


Ich wende mich an Sie mit einer Suchanfrage bezüglich eines möglichen Kindes (geboren zwischen 1945 und 1948) meines Großvaters in Deutschland.
Angaben zum Großvater:
Name: Shimi Abramov (Шими Хизгилович Абрамов, geboren 1918)
Dienstgrad und Funktion: Oberleutnant im sowjetischen Sanitätsdienst (ст. лейтенант медслужбы)
Einheiten: 1368. Schützenregiment / 416. Schützendivision / 5. Stoßarmee
Einsatzzeitraum: Dienst in Deutschland (Raum Berlin / Brandenburg / Strausberg) von 1945 bis zu seiner Entlassung am 11. Januar 1947.
Uns liegen DNA-Testergebnisse zum Vergleich vor.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar für jede Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen,
Liron G


I am writing to submit a tracing inquiry regarding a potential child (born between 1945 and 1948) of my grandfather in Germany.

Grandfather's details:

Name: Shimi Abramov (Шими Хизгилович Абрамов, born 1918)

Rank & Role: Senior Lieutenant in the Soviet Medical Service (ст. лейтенант медслужбы)

Units: 1368th Rifle Regiment / 416th Rifle Division / 5th Shock Army

Stationing Period: Served in Germany (Berlin / Brandenburg / Strausberg area) from 1945 until his discharge on January 11, 1947.

We have DNA test results available for comparison.


Best regards,

Liron G.






31. Juli 2026

Der Filmemacher Dr. Dheeraj Akolkar hat mit seinem Film „Wars don´t end“ 2018 in Norwegen viel bewegt. Norwegische „Deutschenkinder“ und deren Mütter wurden nach Kriegsende ungesetzlich inhaftiert, misshandelt und verspottet.
Der Film, der im Norwegischen Kabinett gezeigt wurde führte zu einer Entschuldigung der Regierung und zu Kompensationszahlungen.
Anmerkungen zu diesem Film von Karin Weglage.


Danke für den sehr beeindruckenden Film. Ich habe es heute morgen endlich geschafft, ihn in Ruhe anzusehen.

Letztens habe ich eine Biographie über Ingeborg Bachmann gelesen. Sie hat in ihrem Werk verdeutlicht, dass nach den Krieg die Gewalt weitergeht, womöglich etwas versteckter und verdeckter, aber durchaus sichtbar (wenn man sie sehen will) geht sie unvermindert weiter. Im Krieg sei Gewalt erlaubt, sagt Bachmann, im Frieden verboten, aber unvermindert präsent.

Für mich steckt in dem Film auch viel Misogynie. Hass gegen Frauen und ihre Kinder. Und offenbar ist die norwegische Gesellschaft auch misogyn. Das war mir gar vorher nicht so klar.

Beeindruckend sind die Frauen, die zu Wort kommen, und ihr Kampfgeist. Ich habe viel verstanden von der Wichtigkeit des Vaters für die eigene Identität. Ihre Sehnsucht, nach Geborgenheit und Würde. Niemand wollte begreifen, dass sie am unschuldigsten sind, aber vielleicht liegt es auch daran, dass man sich viel leichter an Kindern und Machtlosen vergreifen und vergehen kann als an Erwachsenen. Ist einfach bequemer.

Warum hält sich der Hass so lange? Das fragt eine der Protagonistinnen. Ich glaube, dass viele Menschen ihren Hass für ihre Identität brauchen. Sie erhöhen sich damit über andere, sie halten sich für besser, reiner, verbundener mit der Mehrheit, es gibt ihnen eine Art Lebenselixier. Es gibt ihnen Macht und Sinn. Und da sind Kinder und Minderheiten willkommene Objekte.

Wer hasst braucht nicht nachdenken, nicht vergeben, nicht relativieren. Das scheint für viele äußerst attraktiv zu sein, sodass daraus leicht eine Bewegung wird, wenn man eine Ideologie hat. Und offenbar war die Ideologie des norwegischen Staates, dass diese Kinder keines Schutzes bedürfen, weil sie als minderwertig angesehen wurden. Tja, so wird die deutsche Nazi-Ideologie vom unwertigem Leben selbst, zumindest in diesem Punkt, zur eigenen, zur norwegischen Anschauung. Eine einfache Vernunftsfrage - was können die Kinder dafür, wer sie zeugt?- richtig zu beantworten, hätte gereicht.

Dass der norwegische Staat die eigene Verwerflichkeit selbst nach Jahrzehnten nicht anerkennen will, zeigt, dass er sich dem Prozess der Aufarbeitung der eigenen Geschichte und auch eigener Nazi-Vergangenheit (denn es gab ein solches rassistisches Netzwerk auch schon vor der deutschen Besetzung) ungern stellen will. Dass es den Frauen gelungen ist, das Schweigen zu brechen, in die Öffentlichkeit zu gehen, sich intensiv mit der eigenen Lebensgeschichte und die der anderen, die zu der großen Gruppe der Kriegskinder gehören, auseinanderzusetzen, ist um so wichtiger.

Das haben Sie ja auch getan, Herr Behlau, und das ist ein großer Verdienst. Respekt, dass Sie am Thema dranbleiben.
Womöglich wird das Engagement dieser Menschen irgendwann dazu beitragen, anders, liebevoller, fürsorglicher auf die Kinder des Krieges zu schauen, auch juristisch und völkerrechtlich, etwa durch eine UN-Resolution, die kein zahnloser Tiger bleibt. Das würde Hoffnung geben für die vielen, die nachkommen.

Durch solche Filme wechselt zudem die Scham die Seite, wie Gisele Pelicot so eindrucksvoll gesagt hat. Wir Deutschen haben hoffentlich längst begriffen, dass es eine gesellschaftliche und auch staatliche Schuld gibt, eine systemische Schuld. Ich hoffe, dass diese Erkenntnis auch weiterhin vorhanden ist, obgleich mich in letzter Zeit Zweifel beschleichen..

Nochmals vielen Dank für diesen beeindruckenden Film! Es wäre sehr schade, wenn ich ihn nicht gesehen hätte.
Es grüßt Sie herzlich

Karin Weglage





23. Juli 2026

Hallo , mein Opa war von 03.12.1944 bis zum 28.04.1945 in Frankfurt Oder in der Reserve-Schützenregiment der 39. Reserve-Schützendivision. Er hat immer von einer deutschen Frau erzählt, die einen Hof mit vielen Äpfel hatte . Es gab die Andeutung das ein Kind entstanden ist . Falls jemand helfen kann, bitte melden. Er hieß Alexander Iwanowitsch Kochno und war zu dem Zeitpunkt 17 Jahre alt .



22. Juli 2026

Spannend! Ich habe eben einen Artikel vom NDR gelesen, der sehr gut die Geschichte meines Vaters und meiner Großmutter beschreibt.
Die offizielle Geschichte der Herkunft meines Vaters ist, dass mein Großvater zwar nach dem Krieg in russische Gefangenschaft geriet, aber für einen "Hafturlaub" heimkehrte, dann zurück nach Russland ging und in Gefangenschaft verstarb. Vermutlich hat es diesen Mann jedoch nie gegeben.
Tatsächlich aber - was meine Großmutter nach einem Glas zu viel einmal einräumte - hat sie sich zu Besatzungszeiten sehr gut mit einem russischen Oberst verstanden und aus dieser Beziehung ging wohl mein Vater hervor.
Leider haben beide nie mehr darüber gesprochen, bzw. mein Vater selbst hat vermutlich nie mehr gewusst und auch nie gefragt. Schade, da mein Stammbaum an der Stelle leider nicht weiterverfolgt werden kann.

Ich wünsche allen viel Erfolg bei der Suche nach ihren Angehörigen!



21. April 2026

Hallo liebe Johanna! Meine Mutter und ich haben endlich den Artikel gelesen! Du hast ihn so schön geschrieben, so viele wundervolle Worte und Gedanken über eure Familiengeschichte! Und obwohl es eine ziemlich tragische Geschichte ist, ist sie doch einzigartig und ungewöhnlich! Was für eine traurige Detektivgeschichte! Uns geht es gut, der Frühling ist da und alles fängt an zu blühen! Es ist Zeit für den Frühjahrsputz! Wir waschen alles – Geschirr, Fenster, einfach alles, was nach dem langen Winter gewaschen werden kann! Wir denken ständig an dich und sprechen über dich! Ganz liebe Grüße und nochmals vielen Dank für den Artikel! D. und N.❤️❤️❤️🌻

(Bezug auf Über uns: Johanna))



10. Februar 2026

Ich habe gerade im Deutschlandfunk einen Beitrag gehört und bin tief ergriffen. Dabei geht es eigentlich nur halb um mich, sondern eigentlich um meine Mutter. Ich bin in der DDR großgeworden, mit einer glücklichen Kindheit bei meinen Eltern, mit meinen Großeltern, die uns häufig aus West Berlin besuchten. Erst mit unserer Ausreise wurde häufig getuschelt, und mir wurde eingebläut, an der Grenze zu sagen, dass meine Oma ja meine Tante sei. Ich verstand die Welt nicht mehr. Später kamen eine wirre Weltkriegsgeschichte dazu. Mit etwas nachrechnen, stellte ich fest, dass Oma erst 17 war, als sie Mama bekam und im Raum stand eine mögliche Vergewaltigung durch einen „Russen“. Ich selbst hatte als Kind immer sehr angenehme Assoziationen mit russischen Märchen, Musik und auch immer wieder unerklärbare Träume von weiten Landschaften mit Birken. Aber die Möglichkeit sich der wahren Geschichte meiner Oma und meiner Mutter zu nähern, ergab sich erst, als meine Oma mit einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Ich besuchte sie jeden Tag, sprach mit ihr trotz Koma und eines Tages war sie wach und ich nahm allen Mut zusammen und fragte sie, was denn nun mit dem wirklichen Vater meiner Mutter gewesen sei. Plötzlich leuchten die alten Augen und meine Oma sagte so etwas wie: Ach, der Aljoscha, der konnte tanzen, das hat deine Mama von ihm…. Ich musste sofort zu meiner Mutter, um ihr zu erzählen, dass bei diesen leuchtenden Augen von Oma definitiv keine Vergewaltigung stattgefunden hat… und wenn, dann hat meine temperamentvolle Oma sich einen jungen Russen gekrallt… Das Verhältnis meiner Mutter zu ihrer leiblichen Mutter war zeitlebens mit Spannungen besetzt, sie selbst ist als Jugendliche bewusst zu ihren Großeltern gezogen und ist dafür sogar unter dem Stacheldraht der neugebauten Mauer hindurch gekrabbelt. In unserer Familie wurde darüber nicht mehr weiter groß gesprochen, aber was muss das für eine Last gewesen sein bei meiner Mutter, gedanklich als Kind einer Vergewaltigung großgeworden zu sein… Bedingt durch einen Burnout im letzten Jahr gehe ich selbst auf solchen Spuren in meiner Familie nach und frage mich, was sie mit mir gemacht haben. Insofern freue ich mich sehr auf das Buch und kann mich vielleicht meiner eigenen Geschichte und der meiner Mutter noch weiter annähern. Herzlichen Dank für Ihr Engagement und das aufdecken dieser schmerzlichen Geschichten Viele Grüße aus Berlin



21. Januar 2026


Дорогой Икрам,
программа перевода работает очень хорошо. Я помещу твою историю в нашу гостевую книгу.

Но, честно говоря, было бы большим счастьем, если бы твоя сестра связалась с тобой.
Стоит попробовать. Желаю тебе и нам удачи в поисках.
У тебя есть еще какие-нибудь данные, например, фотографии или места?
С наилучшими пожеланиями,
Винфрид


Ich suche meine Schwester, geboren um 1946 -1947 geboren. Während des Krieges heiratete mein Vater eine Deutsche und sie bekamen eine Tochter. Mein Vater heißt Avezov Ikram und stammt aus Leninabad, Tadschikistan. 1947 musste er nach Hause zurückkehren und seine Schwiegermutter schenkte ihm ihr Auto. Als er nach Hause kam, hatte er eine Narbe auf der rechten Schulter, eine Schusswunde. Er wurde dreimal ins Krankenhaus eingeliefert. Wenn jemand unsere Geschichte kennt oder davon gehört hat, bitte melden. Ich würde mich sehr freuen.








8. September 2025

Guten Tag! ich heiße Elena. ich wohne in Russland. Mein Großvater, der Bruder meiner Großmutter, beendete den Zweiten Weltkrieg in Deutschland. Von 1945 bis 1948 war er Teil der sowjetischen Armee, nämlich des 60. Bataillons des Flugplatzdienstes. Der Standort ist die Stadt Bernau (Finowfurt). Er arbeitete als Spediteur. Sein Name ist Nikolai Gogurin. Ich weiß, dass er in dieser Zeit dort eine Familie mit einer deutschen Frau hatte. Ich kenne ihren Namen nicht, aber nach dem Krieg kam ihr Großvater nach Russland und erhielt von ihr einen Brief über die Einziehung von Unterhaltszahlungen. Das ist jetzt schwer zu glauben. Nikolai Gogurin verließ Deutschland im Mai 1948 und kehrte nie wieder dorthin zurück. In Russland lebte er in der Region Wologda, wo dieser Nachname nur Mitgliedern unserer Familie gehört. Wir kennen das Geschlecht des Kindes nicht, vielleicht war es ein Mädchen. Ich würde jede Hilfe von Ihnen sehr schätzen, denn jeder Mensch hat das Recht, seine Eltern zu kennen. Auf Wiedersehen!

Das Foto des Nikolaus ist dem Brief beigefügt

--
Elena Urvanova








18. April 2025



Danke für die guten Wünsche! Auch ich wünsche Euch schöne Osterfeiertage.

Und zu Eurem Treffen sag bitte allen einen schönen Gruß von mir und dass ich gerne bei Euch wäre an diesem Wochenende!


Leider trifft es sich so, dass genau am 25. April die Ausstellung „Kinder des Krieges“ im Haus der Geschichte in St. Pölten (meine Geburtsstadt) eröffnet wird. Da werden auch kleine Objekte von mir ausgestellt. Und außerdem wird die Zeit etwas knapp, weil ich am 29. April über Baku nach Moskau fliege. Es wird eine lange Reise: gleich am nächsten Abend fahre ich mit dem Zug weiter nach Saratov. Ich hatte das Glück, dorthin eingeladen zu werden.


Nach 5 Tagen in Saratov fahre ich zurück nach Moskau (jedesmal 15 Stunden) und gleich weiter nach Twer. Dort haben meine Freunde schon jeden Tag meines Besuches geplant. Viermal wird der Film gezeigt, an verschiedenen Orten. Der 9. Mai ist ganz der Feier des Sieges gewidmet. Bin neugierig, wie es dort sein wird. In Moskau war ich ja schon mehrmals am 9. Mai, das ist immer gewaltig beeindruckend.


Ich bedaure die Haltung der europäischen Länder gegenüber Russland sehr! Besonders Deutschland und Österreich, die den 2. Weltkrieg verursacht haben und wir letztlich von den Alliierten, besonders aber von der Sowjetunion von der grausamen Naziherrschaft befreit wurden, sollten immer dankbar sein für die vielen Opfer der Roten Armee für unsere Freiheit!


Der gegenwärtige Krieg hat NICHTS, aber auch schon gar nichts mit dem Gedenken an die Befreiung 1945 zu tun! Ich bin entsetzt über die Reaktion von Österreich und Deutschland.

Am 13. April haben wir am Schwarzenbergplatz den 80. Jahrestag der Befreiung Wiens gefeiert. Russenfreundliche Österreicher sind zwar gekommen, aber von offizieller Seite niemand. Der russische Botschafter hat das sehr bedauert. Anschließend war eine Buchpräsentation in der Botschaft. Sie haben das 9. Kapitel des großen dicken Buches „Von Stalingrad nach Wien“, das schon im Dezember 1945 herausgekommen ist, auf Russisch, Englisch und Deutsch nachgedruckt.


Am 15. April war eine kleine Feier am sowjetischen Friedhof in St. Pölten zum Gedenken an die Befreiung dieser Stadt vor 80 Jahren. Da war auch der Vizebürgermeister anwesend. Man muss aber dazu sagen, dass er mit einer Russin verheiratet ist.


Es ist furchtbar traurig, dass mit einem Schlag das Gedenken an diesen wichtigen Sieg in der Bevölkerung ausgelöscht werden soll. Denn tatsächlich folgen viele Menschen den (törichten) Weisungen der Regierung.

Was ich heute (18.4.) im Radio gehört habe über eine Gedenkfeier in Deutschland, darüber kann ich nur den Kopf schütteln. Immerhin hat der russische Botschafter Sergeij Netschajew Standhaftigkeit gezeigt und einen Kranz hinterlegt. Nur Menschen, die Mut beweisen, können sich heute noch in den Spiegel schauen. Ich kenne Herrn Netschajew persönlich, er war lange Jahre Botschafter in Wien.


Wir sind die Kinder dieser ehemaligen Soldaten, der Helden, der Befreier! Lassen wir und nicht beeinflussen!


Ich wünsche euch ein fröhliches, interessantes Treffen!

Mit lieben Grüßen aus Wien,

Eleonore




















20. November 2024

Liebe Freunde,


lange habt Ihr von mir und von Coeurs sans frontière / Herzen ohne Grenzen nichts gehört und ich hoffe sehr, dass Ihr alle wohlauf und zufrieden seid.


Heute habe ich eine wirklich gute Neuigkeit zu berichten. Denn unsere Präsidentin Chantal Le Quentrec hat am 06.November 2024 in der

Deutschen Botschaft in Paris das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen.


Wir sind alle sehr stolz darauf und finden, dass sie es wirklich verdient hat. Nach gut 20 Jahren unermüdlichem Einsatz für die

deutsch-französischen Kriegskinder und der deutsch-französischen Freundschaft, ist das eine wunderbare Anerkennung vonDeutschland.

Chantal hat diese Auszeichnung allen Kriegskindern gewidmet.


In diesem Jahr haben auch zwei Mitglieder unseres Vereins die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, was ebenso eine große Freude bedeutet.

Ihr seht, wir sind noch immer aktiv und erstaunlicherweise gibt es immer noch Arbeit für uns.

Ich wünsche Euch allen eine schöne geruhsameAdventszeit und verbleibe

mit lieben Grüßen

Marlene M





12. Mai 2024

Ich bin jetzt 77 Jahre alt und stelle mir die Frage: Hat sich in den vergangenen 10 Jahren für mich etwas geändert? Damals, als ich das erste Mal in meinem Leben bereit war, über meinen festgemauerten Schatten zu springen und an der Befragung der Leipziger Uni über Besatzungskinder teilzunehmen.

Einerseits hat es mir sehr geholfen über meine Herkunft und die daraus resultierenden Probleme zu sprechen und auf Gehör und Verständnis bei den Mitgliedern der Gruppe „ Distelblüten“ zu stoßen.

Ich wurde anderen Menschen gegenüber offener, wie z.B. meinen Freunden und Verwandten.

Ich konnte mit ihnen ohne Angst und Scham über meinen Vater reden. Und es hat mich sehr überrascht, dass sie immer verständnisvoll reagiert haben.

Andererseits stellt sich mir aber auch die Frage: Warum so spät? Warum habe ich mich nicht schon viel früher meinem Problem gestellt? Das macht mich heute manchmal wütend.

Jedoch bin ich sehr froh diesen Weg beschritten zu haben. Ich habe viele interessante, tolle Menschen kennengelernt und unsere Treffen in Leipzig haben mir immer sehr viel bedeutet.

E



8. Mai 2024

zunächst möchte ich mich nochmals für Eure Informationen via Mail bzw. Wapp

herzlich bedanken.

Den gestrigen Nachmittag und Abend habe ich genutzt um mich intensiv mit den

Berichtender Teilnehmer des Treffens in Leipzig zu beschäftigen.

Diese Lebensbilder, -Gedanken,- Erkenntnisse und auch Schlussfogerungen finde

ich unglaublich wertvoll, j e d e Darstellung für sich!! Mich haben sehr viele Passagen

mehr als nachdenklich gemacht, ergriffen und werden mich nachhaltig beschäftigen.

Wieder ist mir klar geworden w i e wichtig es ist - zu reden,- zu publizieren und sich

differenziert mit jedem Gedanken auseinander zu setzen, - ihn zu verabeiten.

Mit großem Respekt nehme ich Eure 10 jährige Arbeit auf unterschiedlichen Ebenen

wahr, für mich ebenfalls Anlass weiter zu machen so lange es geht.

Es wäre toll die gedruckte Version der Berichte wenn möglich zu erhalten.

Ganz herzliche Grüße Euch Beiden an dem heutigen, besonderen Tag des Gedenkens !

In bleibender Verbundenheit,

Michael.



2.5.24

Дорогие друзья детей освобождения в Австрии,

Документальный фильм Наталии Спиридоновой (Телекомпании Плеяда) «Я найду тебя, отец» рассказывающий о долгих поисках моих русских корней и также о других австрийских детях с советскими отцами, родившихся после Второй мировой войны, будет показан

5 мая в 18:15(по московскому времени)на телеканале "Россия - Культура"

Я прошу вас распространить это сообщение среди всех ваших друзей и знакомых, и через социальные сети. Мы с австрийскими «русскими детьми» надеемся, что это поможет нам найти тропу к нашим русским корням.

Хочу добавить, что уже после конца сьёмок, в октябре 2023 я нашла (в первые в жизни!) среди бумаг своей матери маленький блокнот, где она написала имя и фамилию моего отца, так как она его слышала: Michail Krowan (Михаил Крован), а ещё она написала: Калинин (Тверь)

С большим приветом из Вены

Ваша Элеонора


Liebe Freunde der Kinder der Befreiung in Österreich,

Gezeigt wird der Dokumentarfilm von Natalia Spiridonova (Pleiada TV Company) „Ich werde dich finden, Vater“, der von der langen Suche nach meinen russischen Wurzeln und auch von anderen österreichischen Kindern mit sowjetischen Vätern erzählt, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden

5. Mai um 18:15 Uhr (Moskauer Zeit) auf dem Fernsehsender „Russland – Kultur“

Ich bitte Sie, diese Botschaft an alle Ihre Freunde und Bekannten sowie über soziale Netzwerke zu verbreiten. Die österreichischen „Russenkinder“ und ich hoffen, dass uns dies dabei hilft, einen Weg zu unseren russischen Wurzeln zu finden.

Ich möchte hinzufügen, dass ich nach Ende der Dreharbeiten im Oktober 2023 (zum ersten Mal in meinem Leben!) in den Papieren meiner Mutter ein kleines Notizbuch gefunden habe, in das sie den Vor- und Nachnamen meines Vaters, als sie hörte ihn: Michail Krowan (Mikhail Krovan), und sie schrieb auch: Kalinin (Tver)

Mit besten Grüßen aus Wien

Eure Eleonore




5.2.2024

Auf Tagesschau.de war ein Artikel über Besatzungeskinder in der Pfalz zu lesen. Er beginnt so:

Der Zweite Weltkrieg war zuende, die Amerikaner waren als Besatzer unter anderem auch in Baumholder und in Kaiserslautern. Nach dem Krieg wollten auch die Deutschen wieder Spaß haben, leben und etwas erleben. Die GI´s haben neben Kaugummis und Coca Cola auch Musik und Tanzveranstaltungen mitgebracht. Dort trafen sie oft auf junge Mädchen vom Land - und verliebten sich.

Beziehungen deutscher Mädchen zu schwarzen GI´s waren nicht gerne gesehen

Aus diesen Beziehungen gingen nicht selten Kinder hervor, die sogenannten Besatzungskinder, viele von ihnen mit schwarzer Hautfarbe. Während die Väter oft von der US-Army schon vor der Geburt aus Deutschland versetzt wurden, blieben die ledigen Mütter mit ihren Kindern zurück. Ohne Unterhaltsansprüche, ohne Geld, oft ohne Sorgerecht und sozial geächtet. In diese Zeit wurde Raymond Germany in Kaiserslautern hineingeboren.


Zum Vollständigen Artikel:


Dazu schreibt Renate


Als ich im Jahr 1968 mit meinem Sohn schwanger war, muste ich eines Tages in das Büro vom Chef kommen, er wollte den Geburtstermin wissen: Ende Dezember, da schrie er mir in das Gesicht, dass ich mir das ja ganz toll ausgesucht habe, ausgerechnet in der Weihnachtszeit - dem größten Geschäft des Jahres - in Mutterschutz zu gehen - da muss ich mir ja eine Aushilfe suchen, usw.. So ging es die ganze Zeit weiter, und überhaupt, am Anfang meiner Beziehung zu meinerm ersten Mann wurde ihm von verschiedenen Kunden gesagt, dass man mich gesehen hat mit einem schwarzen Mann, das kann er nicht dulden, es ist für ihn geschäftsschädigend und ich solle die Beziehung sofort beenden, -das  im Jahre des Herrn - 1968.




18. Dezember 2023

Wie schön wäre es, wenn Weihnachten wirklich ein Fest des Friedens wäre.

So wie die Welt jetzt ist, kann es nur ein Fest der Friedenswünsche sein.

Trotzdem gehen auch kleine Wünsche noch in Erfüllung. So wünsche ich

aus Florida ein fröhliches Fest, mit meinen gehäkelten Mützen oder

einer Jacke bereite ich mir und anderen eine Freude.


Es geschehen auch noch kleine Wunder: Meine Schilderung von dem Lager

Preußisch Eylau hat nach 75 Jahren zu einem Kontakt geführt, ausgelöst durch 

eine Mittelung des Roten Kreuzes in Moskau an André.

So wünschen wir uns alle ein Gutes Neues Jahr und schicken die Grüße

in alle Welt zurück.

Renate B. Florida



8. Mai 2023

Liebe Distelfreunde

ich lasse es mir nicht nehmen, am heutigen Tag derer zu gedenken, die uns gezeugt haben

unter welchen Umständen auch immer. Und wie jedes Jahr gehe ich auf unseren sowjetischen

Friedhof

mit einer Blume. Die organisierte Kranzniederlegung meide ich.

Jeder mag seine persönlichen Gedanken dazu haben, für sich allein

oder im Gespräch mit anderen.

In diesem Sinne grüße ich Euch herzlich

Birgrit


Zu unserem Treffen, das nun schon wieder Geschichte ist, schreiben wir Euch noch ausführlicher

und es wird in den nächsten Tage ein kleiner Bericht auf der website erscheinen.

Aber erst etwas verschnaufen.

Es war eine gute Sache für uns, dass wir unser Jahrestreffen in die Veranstaltung

der Uni Leipzig einbinden konnten. Mit emotionalen Höhepunkten und unserem

Austausch im kleinen Rahmen.

Wir haben an alle gedacht, die nicht dabei sein konnten.

Es gab auch den Wunsch zu einem erneuten Treffen im nächsten Jahr.

Dann besteht unsere Gruppe 10 Jahre. Das ist doch ein besonderer Grund!!

Bleibt oder werdet alle gesund.


In diesem Sinne herzliche Grüße zum 8.Mai

Eure Birgrit


" Was Blut kostet, ist gewiss kein Blut wert "

( Lessing )






24. Dezember 2022 und früher sind im Archiv nachzulesen