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Alle Einträge der Jahre 2015 bis 2019 sind im Archiv des Gästebuches zu lesen.

3. Dezember 2021

Lieber Winfried,

vielen Dank für ihre ausführliche Antwort. Sie haben ein hartes Schicksal zu ertragen. Wünsche Ihnen viel Kraft und verständnisvolle Menschen an Ihrer Seite. Wie war der Kontakt zu Ihrer Mutter?  War sie trotz ihrer üblen Erfahrung und Demütigung liebevoll zu Ihnen?


Die Geschichte um das dritte Reich interessiert mich schon sehr lange. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Fahrradtour mit einem Freund nach dem Schulabschluss 1980.

Vielleicht muss ich erst noch erwähnen, dass ich in Thüringen wohne. Bin 58 Jahre alt. Also in der DDR aufgewachsen.

Wir unternahmen damals eine sechswöchige Tour über Tschechien, Slowakei,Ungarn und Polen. In Polen besuchten wir das KZ Auschwitz. Als ich das Ausmaß an Grausamkeiten, Schaufenster voll Menschenhaaren, Prothesen, Koffer, Krematorien, Gaskammern, Todesblock ...sah, da habe ich mich geschämt, ein Deutscher zu sein!!

Letztes Jahr haben wir Urlaub in Polen gemacht und wir haben wieder Auschwitz besucht. Wollte es meiner Tochter zeigen. Den Söhnen habe ich es auch gezeigt. Dreimal war ich an diesem schrecklichen Ort. Es reicht mir nun.

Da meine Verwandtschaft beider Elternteile aus Ostpreußen kommen, sind wir 2016 mal hingefahren. Es war das Geschenk von meinen Cousins und mir an meinen Onkel zum 75. Geburtstag. Erst lehnte er das Geschenk ab, aber ein Jahr später war er einverstanden. Wir sind zu dritt los. Mein Onkel, mein Cousin und ich. Die Beiden haben sich akribisch vorbereitet, mit Koordinaten, Auszügen aus Chroniken u.s.w.  Also der Onkel ist der Bruder meiner Mutter, die aber schon 1968 nach der Geburt meines Bruders starb.

Sie lebten damals in Opin, bei Wormditt. Heute Ornetta. Wir fanden des große Bauerngut, allerdings standen nur noch Ruinen. Das Gehöft, wo mein Vater aufwuchs samt Schmiede stand noch. Seine Mutter, also meine Oma wurde dort in der Scheune auch von Russen vergewaltigt. Eine Schwester von ihr auch. Diese hat alles nicht mehr ausgehalten und sich in der Scheune aufgehängt. Geredet hat meine Oma nie darüber. Ich selbst war ja auch viel zu jung. Sie lebten nach dem Krieg in Mecklenburg. Die Landschaft ähnelt der in Ostpreußen. Sehr schön, ruhig ,Wälder Seen, Sandwege...

Die Kirche in Opin ließen wir uns aufschließen und zeigen von einer Lehrerin, die gegenüber wohnt und deutsch sprach. Es war faszinierend, als wenn die Zeit stehen geblieben wäre. Alles unversehrt. Hier wurde geheiratet, Kommunion, Firmung und Trauerfeiern abgehalten. Ich war meinen guten alten Großeltern sehr nah.

Danach sind wir Drei nach Ornetta zurück. Tranken in einem Lokal ein Bier. Dann fing der Onkel auf einmal an zu erzählen... Er sagte, eigentlich hatte ich noch viel mehr Geschwister, aber es kam leider anders. Sein Vater, also mein Großvater kam kurz vor Kriegsende einfach nach Hause. Er war bei der Wehrmacht. Schmiss seine Uniform in die Ecke und Schluss mit diesem elenden Krieg. Da hat sich die damals 16 Tochter
dermaßen gefreut und gekreischt, dass die Nazis aufmerksam wurden und meinen Großvater und die 16 jährige Tochter erschossen. Er war für sie ein Deserteur. Ein weiterer Bruder kam mit 18 Jahren an der Front ums Leben. Wir waren wie geplättet und sprachlos. Da muss man erst mit dem Onkel nach Ostpreußen fahren, ein Bier trinken, und dann erfährt man solche schrecklichen Sachen. Danach konnte ich die Großmutter von mütterlicher Seite besser verstehen. Als kleiner Junge kam sie mir immer verbittert und unnahbar vor. Jetzt konnte ich verstehen: Ihren Mann verloren, zwei Kinder, ihren großen schönen Bauernhof, ihre Heimat - verrückt.

Ich bin ja hier im Osten aufgewachsen und in der Schule lernten wir Russisch. Zu meinem 40. Geburtstag machte unser damaliger Pfarrer mir den Vorschlag, mit ihm unsere Patengemeinde in Volgograd, St.Nicolai zu besuchen. Im Herbst sind wir geflogen. Die Tragödie um Stalingrad hat
mich immer schon interessiert. Der polnische Pfarrer zeigte und erklärte uns alles. Auch den Soldatenfriedhof Rossoschka haben wir besucht. Was hat dieser Verbrecher Hitler nicht alles zu verantworten. Irre.

Einen Ausflug mit dem polnischen Pfarrer und seinem Lada unternahmen wir zum Bischof Pickel nach Saratow. Dieser stammt aus dem Bistum Dresden Meissen. Falls es interessiert, dann schauen Sie bitte auf der Seite: Katholisch in Südrussland.

Die Kontakte nach Volgograd bestehen immer noch, dank der lieben Caritasfrauen. Die Pfarrersleute wechseln zu oft, hier wie dort. Durch
Corona mussten wir einen Besuch schon zweimal verschieben. Mal schauen wie es weitergeht.

Habe nun selbst Corona und bin zwei Wochen zu Hause. Trotz doppelter Impfung. Ohne wären die Symptome wohl schlimmer. Aber so habe ich Zeit lange Mails zu schreiben. Mache ich sonst nie.

Eine schöne Sache noch, die Sie vielleicht kennen. Da wir über die deutsche Kriegsgräberfürsorge das Grab vom Vater meiner Schwiegermutter in Rumänien herausgefunden und besucht haben, spenden wir regelmäßig dorthin. Gestern kam wieder ein Schreiben mit einer rührenden Geschichte darin. Die passt wunderbar zu Ihnen, zu mir, zur Versöhnung.

Eine Weihnachtsgeschichte von Lothar Schmitz, Kleine Spieldose im Schützengraben. Schauen Sie bei, www.friedliche-Weihnachten.de

Zum Schluss wollte ich noch von einem Buch berichten, welches ich gerade gelesen habe und was mich sehr berührt hat. Wolfskind von Ingeborg Jacobs. Die unglaubliche Lebensgeschichte des Ostpreußischen Mädchens Liesbeth Otto.

Nun bin ich gespannt auf Ihr Buch.
Bleiben Sie und Ihre Familie gesund.
Eine gesegnete Adventszeit wünscht Ihnen von Herzen

B.T.



18. Oktober 2021

Ich suche nach dem Kind meines Verwandten - Starikov Alexander Petrovich, geb 1926. Er war Panzersoldat, Oberfeldwebel, das Kriegsende hat er in Berlin erlebt. Nach dem Kriegsende hat er sich in Berlin in eine Deutsche Namens Gertrude oder Gertruda verliebt, sie wurde schwanger, und er wollte sie heiraten. Nachdem er das seinem Vorgesetzten mitteilte, wurde er umgehend nach UdSSR strafversetzt.
Vor meiner Ausreise nach Deutschland 2000 hat er meine Familie gebeten, nach Gertrude und seinem Kind zu suchen. "Findet meine Getruda und mein Kind" hat er uns beim Abschied zugerufen. Wie ich verstanden habe, wusste er nichts vom Geschlecht seines Kindes, also wurde er noch vor der Geburt des Kindes strafversetzt. Ich habe seine Fotos von jungen und auch späteren Jahren.
Ich hoffe, es meldet sich jemand auf mein Gesuch, und wir können Antworten auf unsere Fragen finden. 

Ich dachte die ganzen Jahre eigentlich, ohne Gertrudes Nachnamen wird es nichts, aber wir werden es sehen. Ich habe jetzt meine Verwandte in Russland gebeten, in den alten Fotoalben nochmal nach ihren Fotos oder Nachnamen nachzuschauen. Evtl sind die Fotos auf der Rückseite beschriftet, wie es früher so üblich war. Das sind meine Verwandten väterlicherseits. Alexander Starikov hat später die Schwester meines russischen Opas geheiratet.

Mit freundlichem Gruß aus Hamburg, Julia

Bilder von Alexander 


8. September 2021

Im Radio wird an den Beginn der Blockade von Leningrad vor 80 Jahren erinnert und es lief der Song " Leningrad"

Da kommen Emotionen hoch. Bei diesem Lied immer.

Noch gibt es Menschen, die das überlebt haben. 

Ich denke auch an Helmut Schmidt und an den sowjetischen Schriftsteller Daniil Granin. 

Beide lagen damals vor Leningrad in den Schützengräben auf der jeweils anderen Seite.

Im hohen Alter reichten sie sich die Hände zur Versöhnung. 

Schmidt schrieb das Vorwort zu Granins Buch " Mein Leutnant"


Zwei Menschen, die uns ein Vermächtnis hinterlassen haben. 

Ich wünschte, das dies endlich Eingang in das Handeln der Politiker finden würde.


Oder meint Ihr ( die Politiker ) " ... die Russen wollen Krieg ?  " 

Das kann keiner wirklich glauben!

       Birgrit



28. Mai 2021

Mein Name ist Werner, ich bin 73 Jahre alt und mein Vater stammt aus der Ukraine. Verwandte dort möchte ich nicht mehr suchen.

Allerdings hätte ich gern Kontakt zu einem Mann oder einer Frau hier in Deutschland, dessen / deren Vater wie bei mir aus der Ukraine stammt. Ideal wäre, wenn es sogar eine verwandtschaftliche Beziehung dorthin gäbe.

Vielen Dank und herzliche Grüße

Werner S.

Kontakt bitte hier über einen Eintrag oben auf dieser Seite.



27. Mai 2021

Jurgen Schubert was my cousin, I only discovered this through a dna match. I was unable to help him on the identity of his father but he through his mother's ancestry helped me in knowing who my great great grandfather was for Jurgen and I shared a great great great grandfather, a long way back but Jurgen was my cousin nonetheless and I am very proud of the man he was to have survived so much pain, heartbreak and rejection. Alas I never got to meet him but I remember him forever in my heart and he has a place in my family for he was and is my family. Thank you to Winifred for the short video of him, it is clear he was a gentle man. I hope he rests in peace.
Thank you
Bernie C. from ireland




10. Mai 2021

Guten Abend. Tut mir leid, dass ich Google Übersetzer benutze. Ich weiß, dass mein Großvater seit Beginn des 2.Weltkriegs in der Roten Armee gedient hat. Er wurde gefangen genommen, arbeitete aber in einer deutschen Familie. Dort hatte er eine Affäre mit einer deutschen Frau, sie lebten sogar als Familie. Und sie hatten ein Kind, vielleicht ein Mädchen.


Der Soldat hieß Parnachev Vasily Ilyich, 1920 Geburtsjahr, nach Nationalität Komi.

Vielleicht sucht ihn jemand. Auf der Website https://pamyat-naroda.ru er ist ein solcher ПАРНАЧЕВ Василий Ильич.







Ostern 2021, 4. April


Aus Florida sendet uns Renate die besten Ostergrüße.

Nach wie vor näht sie fleißig Masken und moniert die vielen

Touristen, die die Strände blockieren und sich dort austoben.

Verständlich,

wer will nicht wieder ein normales Leben führen.





7. Juli 2020

С уважением,

Репецкий Сергей

 

Винфрид, добрый день! Хочу еще раз поблагодарить вас за помощь в поисках Кристины, Валентины их родственников! Дай вам Бог здоровья и успехов во всем! Вы делаете доброе и нужное людям дело. Я верил, что у нас получится найти Кристину, Валентину, их родственников. Андреасу написал на указанный адрес, он пока не ответил. Жду. Будем общаться. Спасибо вам! Спасибо! Спасибо! Не хочется с вами прекращать общение. Может какая помощь нужна от меня. Обращайтесь! Чем смогу помогу. С уважением, Сергей.



6. Juli 2020 Als Antwort und Resultat des Briefes vom 15. Mai:


Sehr geehrte Frau Ljudmila Iwanowa und sehr geehrter Herr Sergej Repetzky!


Mit großem Interesse und voller Emotionen haben wir den Artikel über die Suche nach Zeitzeugen bzw. Verwandten von Christina und deren Tochter Valentina gelesen.


Wir, das sind meine Schwester Evi (Halbschwester von Valentina) und ich, Andreas (Halbbruder von Valentina) sowie alle unserer großen Familie.


Schade, dass meine Mutter und Halbschwester Valentina davon nicht mehr erfahren können. Meine Mutter, Christa .. lebt leider nicht mehr. Sie verstarb am 27.04.2013 im Alter von 85 Jahren.

Unsere Halbschwester Valentina hat uns aufgrund einer Erkrankung schon viel zu früh am 19.03.1980 im Alter von 31 Jahren verlassen.


Wir wussten zwar, dass unsere Schwester einen russischen Vater hatte, erfuhren es aber erst im Erwachsenenalter und in der Familie wurde nicht offen darüber gesprochen.


Gern möchten wird der Halbschwester Ljudmila Iwanowa und dem Enkel von Iwan erzählen, wie das Leben von Christina und Valentina verlaufen ist, nachdem Iwan Pawlowitsch Wigerjaw in seine Heimat zurück kehren musste.


Meine Großeltern mütterlicherseits holten meine Mutter mit Valentina von Döbeln nach Görlitz in ihre Obhut.

Im Februar 1950 lernte meine Mutter meinen Vater kennen und lieben. Sie wurde schwanger und die beiden heirateten im Juni 1950. Durch die Heirat nahm mein Vater Valentina als Kind an. Sie trug den gleichen Familiennamen, wurde von da an aber mit ihrem zweiten Vornamen „Gabriele“ (Gabi) als Rufname genannt.

Wir hatten eine unbeschwerte Kindheit, beide Großeltern wohnten in Görlitz, die Familie hielt zusammen und man unterstützte sich gegenseitig.

1963 wurde meine Schwester Evi geboren.

Meine Eltern waren bis zum Tod meines Vaters 2002 über 50 Jahre glücklich verheiratet.


Gabi (Valentina) war eine sehr gute Schülerin, sie machte ihr Abitur, studierte dann in Berlin, lebte und arbeitete dort bis 1978 in der Elektronischen Datenverarbeitung.

Aufgrund einer Erkrankung zog sie 1978 in die Nähe ihrer Familie zurück nach Görlitz. Sie starb leider viel zu früh am 19.03.1980.

Auf ihrem Grabstein stand „Valentina“. So wollte man nach ihrem Tod der Wahrheit wohl auf diese Weise gerecht werden.


Meine Mutter arbeitete bis zu ihrer Pensionierung in der Verwaltung. Sie war eine liebevolle und warmherzige Mutter, Groß- und Urgroßmutter, der Familie immer viel bedeutete.

Sie liebte auch ihren Garten, auf dessen Blütenpracht sie sehr stolz war.


Wir hoffen, dass auch das Leben von Iwan nach der Rückkehr in seine Heimat einen guten Verlauf genommen hat.

Ljudmila Iwanowa, der Halbschwester von Valentina und dem Enkel Sergej in Orjol wünschen wir vor allem Gesundheit und möchten uns für ihr Interesse am Schicksal unserer Mutter und Schwester herzlich bedanken.


Ein großer Dank und Bewunderung gilt „Distelblüten – Russenkinder in Deutschland“ für die unermüdliche Arbeit, um das Schicksal der „heimlichen“ Kinder aufzuarbeiten.


Mit freundlichen Grüßen

Andreas G


Mehr dazu auf der Seite Vatersuche - Christina.





15. Mai 2020                  

Винфрид, здравствуйте! Прочитал газете Аргументы и Факты статью, о том, что многие дети советских солдат ищут своих родственников в бывшем Советском Союзе.

О том, что существует Ваша группа «Цветы чертополоха». Очень хорошо, что вы этим занимаетесь.

У нас в семье аналогичная история: мой дед Вигеря Иван Павлович, 1925 г.р. закончил войну в Берлине и дальше служил в Германии. Из семейных источников стало известно о том, что в Германии у него была  любимая женщина,  зовут Кристина (фамилия к сожалению нам неизвестна). У них была большая взаимная любовь. У Кристины от моего дедушки в 1947 году родилась дочь и назвали ее Валентина.

Соответственно Валентина является родной сестрой моей маме по отцовской линии, а мне тетей. Нам известно, что проживали они в городе Герлиц и городе Дёбельн. Дед по окончании службы в 1947 году вернулся на Родину. В семье имеются фотографии Кристины с дочерью (1949г.), письмо написанное Кристиной моему деду (1950 г.) Далее по известным причинам связь и переписка оборвалась. Дед остался в СССР, а Кристина в Германии. Их счастью не суждено было сбыться и оба они страдали.

В настоящее время мы хотели бы найти Кристину, сестру мамы Валентину, ее детей.  Если возможно, помогите пожалуйста в поисках! Будем очень рады найти родственников, возможно и они нас ищут!

 

Фото: Вигеря Ивана Павловича, Кристины и их дочери Валентины прилагаю.

 

С уважением,

Репецкий Сергей

Россия.

 

Hallo Winfried

In der Zeitung Argumente und Fakten las ich einen Artikel darüber, dass viele deutsche Kinder sowjetischer Soldaten ihre Verwandten in der ehemaligen Sowjetunion suchen. Und, dass es Ihre Gruppe " Distelblüten " gibt. Es ist sehr gut dass Sie das tun.


Wir haben eine ähnliche Geschichte in unserer Familie: Mein Großvater  Iwan Pawlowitsch Wigerja, geboren 1925, war zu Kriegsende in Berlin und diente weiter in Deutschland. Aus familiären Quellen wurde bekannt, dass er in Deutschland eine Frau, eine Geliebte namens Christina ( oder Kristina ) hatte. Der Nachname ist uns leider unbekannt. Die Beiden verband eine große gegenseitige Liebe. Christina bekam 1947 von meinem Großvater eine Tochter und nannte sie Valentina.

Valentina ist also die Schwester meiner Mutter väterlicherseits und meine Tante. Wir wissen, dass sie in Görlitz und Döbeln gelebt haben. Der Großvater kehrte nach dem Ende des Dienstes 1947 in seine Heimat zurück. In der Familie gibt es Fotos von Christina mit ihrer Tochter ( 1949 ) und einen Brief von Christina an meinen Großvater von 1950. Aus unbekannten Gründen ist die Kommunikation und Korrespondenz abgebrochen. Der Großvater blieb in der UdSSR und Christina in Deutschland.

Es war ihnen nicht bestimmt, dass ihr Glück wahr werden konnte und beide litten.

Jetzt möchten wir Christina, die Schwester meiner Mutter und ihr Kind Valentina finden.

Bitte helfen Sie bei der Suche. Wir wären sehr glücklich, Verwandte zu finden, vielleicht suchen sie auch uns!

Respektvoll,

Sergei R.

Rußland.



12. Mai 2020

Ich habe zufällig im Internet Informationen über Ihre Gruppe "Distelblumen" gefunden, in der russische Kinder in Deutschland nach ihren Vätern suchen.


Unsere Familie hat auch eine ähnliche Geschichte. Mein Großvater Avraamov Alexey Nikolaevich (geb. 1905) erlebte den gesamten Krieg und wurde am 12. Mai 1945 zum stellvertretenden Divisionskommandeur für Hinterdienste abgeordnet, wo er als Leiter der Nebenfarmen der Division (Gebiet der sowjetischen Besatzungszone) arbeitete.

Dieser Teil seines Dienstes fand im Ort (Gut) Scharstorf (Land Mecklenburg-Vorpommern) statt. Wir haben ein schönes Bild dieses Herrenhauses (signiert 1940) bei uns zu Hause aufbewahrt. Mein Großvater brachte ein Bild aus Deutschland mit, wo er bis April 1946 (fast ein Jahr) diente und zu dieser Zeit eine Affäre mit einer Anwohnerin hatte. Leider kenne ich den Namen nicht einmal. Ihr Foto wurde in der Familie aufbewahrt. Wie meine Mutter (geboren 1940) sagte, war sie sehr schön, aber ich erinnere mich nicht an dieses Foto, Es gab kein Album. Vielleicht war der Grund für das Verschwinden des Fotos die Zurückhaltung meiner Großmutter (Avraamova Ekaterina Serafimovna), zumindest etwas im Haus an diese Geschichte zu erinnern. Selbst das Bild, das das Anwesen zeigt, hing nie im Haus, sondern wurde auf dem Dachboden aufbewahrt.

In unserem Familienalbum finden sich jedoch Fotos meines Großvaters in Scharstorf, auch auf der Veranda dieses Anwesens. Aber auf den Fotos ist diese Frau meiner Mutter zufolge nicht. Es ist bekannt, dass kurz nach der Abreise von Avraamov Alexei Nikolayevich in seine Heimat ein Kind von ihm geboren werden sollte.

Ich würde wirklich gerne etwas über es erfahren (ein 1946 geborenes Kind).

Natürlich verstehe ich, dass diese Informationen sehr klein sind, aber das Dorf Scharstorf schien mir sehr klein zu sein, es konnten nicht viele Menschen dort leben. Ich weiß nicht, wer diese Frau war, vielleicht die Herrin des Anwesens, vielleicht hat jemand vor dem Eintreffen der sowjetischen Truppen auf dem Gut gearbeitet. Es ist möglich, dass sie auch die gleichen Fotos aufbewahrt hat und bis jetzt von ihren Kindern und Enkeln aufbewahrt werden.

Kann ich versuchen zu suchen? Können Sie dabei helfen? Ich sende Ihnen einige Fotos: Auf dem zweiten und vierten Foto ist Alexei Nikolayevich Avraamov in Sharstorf, auf dem ersten Foto ist er dort (ich weiß nicht wer) auf der Veranda des Anwesens, auf dem dritten das Bild, das er aus Deutschland mitgebracht hat.

Mit freundlichen Grüßen Alexandra Nikolaevna Bulgakova.

Fotos sind auf der Seite aktuell zu sehen.



9. Mai 2020

С днем Победы! ...

 

... Победы «благородной ярости» недолюдей (Untermenschen) в войне с фашистким геноцидом человека-государя (Herrenmenschen)!

 

«Пусь ярость благородная вскипает как волна»...

до тех пор, пока не погаснет последняя искра человеконенавистничества и русофобии!

 

Liebe Kriegskinder, 

 

ich lese gerne Eure Korrespondenz mit meinem Mann und bin tief berührt und begeistert von den ausgetauschten Gedanken, die ich teile und verstehe.

 

Anbei mein aufrichtiger Wunsch an allen meinen russischen Freunden und Bekannten, die ich aus dem heutigen Anlass geschickt habe.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Bojka, Eure bulgarische Schwester



8. Mai 2020

Mein Gruss zum 8.Mai an alle Distelblüten, alle Russenkinder.

 

"Ich habe mich für die LIEBE entschieden.

 HASS ist mir eine zu schwere Bürde."

         (Martin Luther King)

 

"Entschuldige dich nie dafür,

 du selbst zu sein." 

         (Paulo Coelho)

 

  Ich meine, diese Worte passen sehr gut zu uns Allen.

  

  In Gedanken begleiten wir Ronald und vielleicht noch einige unserer anderen Berliner,

  zur Kranzniederlegung an das Ehrenmal.

  Ich selbst werde erst gegen Abend zum Friedhof gehen und ........,

  denn wir haben in Saalfeld auch einen kleinen Ehrenfriedhof für Gefallene 

  der Sowjetarmee.

 

  Passt gut auf euch auf, damit wir uns gesund und munter zum nächsten Treffen sehen.

 

  Viele liebe Grüsse und eine "Fernumarmung" für euch Alle,

                                                 von Renate aus Saalfeld. 




29.4.2020

am 8.Mai werde ich nach Berlin fahren in die Gedenkstätte Treptower Park und dort einen Kranz niederlegen. Aus reiner Dankbarkeit für die Befreiung vom Faschismus durch die Rote Armee. Und der sehr vielen russischen Opfer gedenken. Ist mit dem VVN abgesprochen. Werde dort gegen 14.00 Uhr sein, wer will kann gern dabei sein. Würde mich über jeden sehr freuen.

Bitte helft mir die Schleife zu gestalten. Damit es nach keinem Politikum aussieht werde ich eine grüne Schleife drucken lassen. Einmal soll links ein Dank stehen. Und rechts würde ich gern, uns als Distelblüten haben wollen. Aber nur wenn es euch recht ist. Noch mal, vieleicht habt ihr andere Gedanken, teilt sie mir bitte mit.

Ganz liebe Grüße

Ronald


27. April 2020

Guten Tag,

Ich schreibe es darum, denn es habe jemand lange ohne Erfolg seinen Vater nach dem Krieg in Russland  gesucht.

 

Ich habe darüber heute auch bei Facebook, in der Gruppe Welt Geschichte gepostet, denn ich dachte, eventuell eines Kriegskind von einem russ. Besatzsoldaten seinen Vater suche.

 

Also vor wenige Jahren bin ich mit einem älteren Mann in einem Bus in einem  Russlandsgebiet Tatarstan zusammen gereist. Um unsere lange Strecke zu kürzen, haben wir ein Gespräch miteinander geführt.

Er hat von mir erfahren, dass ich in Deutschland lebe.  

Er wurde danach sehr nachdenklich und hat mir  im Vertrauen seine Liebesgeschichte mit einer deutschen Frau nach dem Krieg erzählt. 


Da ich mich für viele Nachkriegsgeschichten interessiere, bzw. über Liebes Geschichte zwischen Deutschen und Russen nach der Kriegzeit, fiel mir heute ein, diese vor wenigen Jahre  gehörte Geschichte ein.


Obwohl ich nicht die ganze Geschichte komplett erinnern kann, habe ich bestimmte Nachweise zu der Geschichte.

Hauptsache wäre hier, das der eventuell gesuchte Vater nicht mit seinen echten Namen gesucht wäre, denn er ist ein Tatare und hat  seinen  echten Name russifiziert, also geändert.

Doch die Namen von der deutsche Frau( Maria)  und ihren gemeinsamen Sohn (Robert, geboren im Jahre 1946).

Maria habe in einem Heim gearbeitet..

Das Paar  lebte  7 Jahre  zusammen, danach musste  der Soldat  nach Heimat kehren.

Ich gehe davon aus, das es so eine Kombination in der Geschichte: «russ.Soldat und Beziehung mit einer deutschen Frau Maria, und ihren Sohn Robert»,- könne sich  ja nicht so oft treffen, deshalb ich habe  über Suchbegriff «google» diesen Link «deutsche Kriegskinder vom russ. Väter» gefunden und wollte ich dies weiterleiten.

Der angesprochener  Mann hatte nur die schöne Erinnerung an seine LIebesgeschichte und würde gerne die Maria gefunden haben.  

Wegen ihres Alter kann ich nicht sicher sein, ob sie noch am Leben ist, aber der Sohn sicher schon.

Vielleicht  wäre der Vater/ Geliebter  durch diese Personen einmal gesucht worden, aber wegen des geändertem Namen nicht gefunden. Deshalb schrieb ich dies ein.

 

Liebe Grüße aus München, Ramilya.