Igor

Gechichte einer glücklichen Suche:

Am 17. Mai 2021 stellten wir diese Suchmeldung online. Nach nur vier Tagen nahmen Peter und Igor Kontakt zueinander auf.


Mein Name ist Igor, ich komme aus der Ukraine (Kharkov).

Der Bruder meiner Großmutter diente 1945-1947 in Rathenow in einer Sportfirma

(Er hat da Fußball gespielt). Ich kenne die Militäreinheit nicht genau.

Er heißt

Grigory Dmitrievich Karpenko.

Als er bereits in der UdSSR war bekam ein einheimisches Mädchen - Ursula - von ihm

ungefähr 1946 -1947 einen Sohn. Ich weiß, dass der Sohn Peter hieß.

Außerdem hatte Ursula eine Schwester (möglicherweise war sie krank) - Erika.

Rechts ist das Foto von Ursula mit ihrem gemeinsamen Sohn zu sehen.

Kann jemand Peter finden und den Kontakt herstellen?


Und das war geschehen:

Anlässlich des 8. Mai hatte Eleonore in Österreich in der Kronen-Zeitung einen Artikel über Rotarmisten und Vatersuche veröffentlicht. Eine Freundin von ihr, die auch sucht, sprach mit Igor aus Charkow darüber und gab ihm die Email von Eleonore. Die wiederum leitete den Artikel mit Igors Suchanfrage nach Deutschland weiter. Da die Angaben dürftig waren, baten wir zunächst die örtliche Presse in Rathenow um eine Veröffentlichung des Bildes von Mutter und Kind (Rechts)


Als dies nicht gelang riefen wir in der Stadtverwaltung Rathenow an,  gelangten an das Stadtarchiv und stießen auf offene Ohren. In der ersten Version war noch von dem Geburtsjahr 46/47 die Rede. Folglich konnte im Geburtenregister auch keine Ursula mit Peter gefunden werden. Es gab zwar einen Treffer, der schied jedoch wegen Unstimmigkeiten in übrigen Daten aus.

Die Erweiterung auf das Geburtsjahr 1948 führte schnell zum Erfolg. Die Daten passten. Feinfühlig konnte ein Anruf erfolgen, der schnell zur Bestätigung führte - Ja, es passt.

Zunächst bekamen wir von beiden Seiten ergänzende Fotos und nähere Daten übermittelt.

Beiden wurde danach die E-Mail übergeben. Peter hat nun eine Halbschwester bekommen. 

Wir gratulieren zu dieser "Familienzusammenführung". Immerhin hatte Peter schon früher versucht über Moskau den Vater zu finden.


Ein riesengroßer Dank gilt dem Stadtarchiv Rathenow, ohne diese Hilfe wäre dieser schnelle Erfolg nicht möglich gewesen.


Ein erster Bericht erschien am 9. Juni 2021 in der Märkischen Allgemeine, auch online zu lesen.