Vatersuche

Die grünen Buttons haben Unterseiten

Mit Verweis auf die negative Auskunft, die einzelne Russenkinder 2016 vom Podolsker Militärarchiv in Moskau erhalten haben und auf die Aussage von PD Dr. Barbara Stelzl-Marx vom Ludwig- Bolzmann Institut in Graz müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die Vatersuche über diesen Weg keine Chance verspricht.

Es wird sich auf ein Gesetz aus dem Jahre 2006 berufen - siehe Antwort Podolsk.

Über andere Wege (Fernsehen, persönliche Kontakte) können noch Möglichkeiten erschlossen werden. Geduld ist erforderlich.

Februar 2017

Durch Vermittlung eines Russenkindes, M. aus Frankfurt/Oder, haben wir Kontakt bekommen zur russischen Sendung "Warte auf mich". Mit besagtem Russenkind hat die dortige Journalistin ein Skype-Interview geführt. M. hat von uns berichtet und Interesse für unserer Anliegen der Vatersuche wecken können. Die Journalistin hat unser Buch "Distelblüten ..." angefordert, inzwischen erhalten und angeboten, denjenigen Autoren zu helfen, die noch Vatersuche betreiben.

Wie das vonstatten geht, müssen wir noch abwarten. Fünf von uns haben die benötigten Angaben hingeschickt. Übersetzung ins Russische war Voraussetzung. Inzwischen hat ein Skype-Interview mit einem weiteren Russenkind stattgefunden. Natürlich haben diejenigen die größte Chance, die über möglichst viele Angaben verfügen. Dies ist immerhin ein Weg, der vielleicht für den einen oder anderen noch zum Erfolg führt.

Dank an M. für die Vermittlung.

Geben wir der Journalistin des TV Senders in Moskau Zeit für ihre Recherche und Kontaktaufnahme.

Auch hier heißt es, Geduld aufbringen.

Februar 2017

 

 

Juli 2016:

Es liegt eine Antwort aus Podolsk vor.

 

Es hat den Vorschlag gegeben, hier direkte Suchanfragen zu stellen.

Dazu muss man aber wissen, dass diese website nicht von Hunderttausenden gelesen wird und auch nicht sehr oft in der ehemaligen Sowjetunion.

Außerdem muss man bereit sein, die persönliche Daten hier einzustellen.

 

Wenn dies jemand möchte, kann es sehr kurzfristig realisiert werden. Wir verweisen aber auf die inzwischen erfolgten Änderungen. Vielleicht wird es auch einmal wieder besser.

 

Keine Frage: Die Suche nach dem Vater oder Geschwistern ist nach so langer Zeit schwierig. Ganz chancenlos ist sie allerdings nicht.

Gäbe es schon eine weltweite Erfassung von DNA Daten, so wäre es leicht. Allerdings ist diese Datenerfassung aus gutem Grund nicht beabsichtigt.

Kinder, die durch Gewalt gezeugt wurden sind schon auf sehr unwahrscheinliche Zufälle angewiesen.

 

Kinder, deren Mütter eine Liebesbeziehung hatten und zudem Fakten hinterlassen haben, können suchen.

Es bieten sich soziale Netzwerke an, wo man Namen und Fotos einstellen kann. Aber auch der ganz offizielle Weg über das Militärarchiv oder eine TV Sendung in Moskau bieten sich an.

 

Hier ein paar Hinweise für die Erstellung von Suchunterlagen

 

Die Unterlagen sind in russisch an das unten genannte Militärarchiv einzureichen.

 

Keine langen Texte wie Lebensberichte, Motivationen,

emotional ausgerichtete Begründungen für die Suche usw.

 

Kurz und knapp:

 

1. Anschreiben an ………(s.u.)

 

Ich suche meinen Vater (Name) …….. Angehöriger der Sowjetarmee stationiert von … bis … in…..

 

Unterschrift

 

2. Angaben zur eigenen Person:

biografische Daten

Name, Geburtsdatum, Geburtsort

jetzt wohnhaft (volle Anschrift)

Namen der Mutter, des Vaters

 

3. Angaben zur Mutter:

biografische Daten

wohnhaft damals

wo mit dem Vater zusammen gewesen,

ev. Umstände schildern (Liebesbeziehung) alles, was bekannt ist

 

4. Angaben zum Vater:

alles, was bekannt ist, wenn Foto vorhanden, beifügen

Seit dem Zerfall der SU und insbesondere seit der sukzessiven Publikmachung des Themas in Österreich wenden sich vermehrt Kinder sowjetischer Besatzungssoldaten an das Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung, die Botschaft der Russischen Föderation in Wien, die Österreichische Botschaft in Moskau bzw. direkt an das zuständige Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums (CAMO) in Podol´sk bei Moskau. Generell wird zwar versucht, den Betroffenen – in manchen Fällen auch durchaus erfolgreich – bei der Suche zu helfen, doch ist von offizieller russischer Seite eine Weitergabe von Personendaten „ohne Zustimmung der Verwandten“ nicht erlaubt.

Unter Verweis auf mehrere Gesetze wurde … mitgeteilt, dass das Archiv CAMO „keine Angaben mit vertraulichem Inhalt preisgeben“ darf.

 

Quelle Barbara Stelzl-Marx (Geglückte Suche S 131/2)